Die Entbehrlichen - Filmtip
Am 30. September 2010 kommt ein Film in unsere Kinos, der schon jetzt als absolut sehenswert empfohlen wird. Gedreht wurde dieser zu Tränen rührende Film nach einer wahren Begebenheit und man kann nur hoffen, daß ihn viele Menschen sehen.
Ungefähr 1,7 Millionen Kinder gibt es in Deutschland, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind. Nun sind es aber nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern, die man nicht vergessen sollte. Für die Zustände gibt es Ursachen. Der Neoliberalismus und seine hemmungslose Gier, sein Marktradikalismus und seine Ausgrenzungsstrategien haben zur Folge, daß darunter immer mehr Menschen leiden. Einer von ihnen ist der 12-jährige Jakob Weiss, der in solchen prekären und verzweifelten Verhältnissen seines Umfeldes aufwächst. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Andreas Arnstedt: “Die Entbehrlichen sind das Portrait einer chancenlosen Familie, wie es sie in unserer Gesellschaft schon jetzt zahlreich gibt und zeigt auf, wie sich durch die Veränderung der sozialen Situation das Miteinander dramatisch verändert hat. An jenen Orten, wo der Traum einer Karriere und das Streben nach einem hoch bezahlten Job keine Rolle spielen, sondern wo es um das nackte Überleben geht.”
Handlung:
Wie oft hat sich der 12-jährige Jakob schon gewünscht, sein Vater Jürgen wäre nicht mehr da. Jeden Job hat er verloren, das ganze Geld versoffen und ständig streitet er sich mit Jakobs Mutter Silke. Nach einem heftigen Streit wird Silke mit starken Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie will weg aus der Familie und lässt Jakob und Jürgen einfach allein. Die Verzweiflung treibt den Vater in einen tragischen Tod. Aus Angst, in ein Heim zu kommen, versucht Jakob, Jürgens Tod zu verbergen. Nur seinen Freunden vertraut er sich an…
In Rückblenden wird erzählt, wie es unweigerlich zur Katastrophe kommen mußte. Hautnah erlebt man, wie Schicksal und prekäre Lebensverhältnisse auf Dauer Lebensmut, Perspektiven und ein schützendes und umsorgendes Familienumfeld zerstören. Trotz der zunehmenden Härte, verbunden mit Alkohol und Agression, faßt Jakob aber immer wieder erfrischenden Lebensmut und bewältigt seine Traumata oft allein. Gelegentlich unterstützt dann wieder aufkommende Nähe, Sinnlichkeit und Feinfühligkeit in der Familie, aber auch Solidarität seinen Überlebenskampf gegen den völligen Absturz.
Lobbyisten in der EU-Junta
Unverholen gibt die ständige Vertretung Deutschlands in Brüssel in einem Schreiben zu, welche Interessengruppen in der EU-Junta den Ton angeben.
Da findet man Interessengruppen von Zeitarbeitsfirmen, Pharma, Elektronikriesen und was weiß ich nicht alles. Wem jetzt noch nicht dämmert, warum alle Gesetze und Verbote in keinster Weise den Bürgern in der EU nützen, der ist entweder verblödet oder ignorant.
Man muß sich nur durchscrollen, um spätestens jetzt zu begreifen welche Interessen in Brüssel und Straßbourg vertreten werden. Da geht es einzig und allein um milliardenschwere Geschäfte. Da wird eiskalt an den Bedürfnissen der EU-Bürger vorbeiregiert und die Verschmelzung von Wirtschaftsinteressen mit politischer Macht tritt offen zu Tage. Für diese Symbiose hatte schon der Diktator Benito Mussolini einen Begriff: Faschismus, oder wie er sich ausdrückte, Corporatismus, was dasselbe bedeutet.
Ab morgen aus für 75-Watt-Glühbirne
Ab morgen, den 1. September 2010 dürfen keine 75-Watt-Glühbirnen mehr in den Handel gebracht werden und bevor dieser Blog wieder mit “hochintellektuellen” Kommentaren zugeschüttet wird, vorab die Bemerkung, daß der nachfolgende Artikel meine Meinung und Überlegung dazu abgibt.
Herkömmliche Glühbirnen gelten als Stromfresser und angeblich würden nur fünf Prozent der aufgenommenen Energie tatsächlich in Licht umgewandelt. Der Rest als unerwünschte Wärme verpuffen. Deshalb hatte die EU im Dezember 2008 beschlossen, die Glühbirne Schritt für Schritt zu verbieten.
Ich kann mich nicht erinnern, daß die abgegebene Wärme von Glühlampen jemals von mir als unerwünscht empfunden wurde. Ich habe diese Wärme sowieso nicht wahrgenommen und mit welchem Recht wird den Menschen die Glühlampe verboten? Was soll denn dieser Unsinn überhaupt? Ich frage mich die ganze Zeit schon,warum auch nicht von Seiten der Stromversorger ein Aufschrei losgeht. Wenn nun jetzt jeder durch den Gebrauch von Energiesparlampen Strom einspart, müsste doch jeder Stromanbieter an die Decke gehen. Doch nichts passiert. Da muß also was anderes dahinter stecken als die bloße Einsparung von Energie.
Mal ein einfaches Beispiel: Nehmen wir einmal an, die EU kommt auf den Trichter, daß Fleischessen demnächst eingeschränkt werden soll und läßt ins Trinkwasser einen Stoff schütten, bei dem nun jedem der Appetit auf Fleisch vergeht. Jeder Fleischer, Schlachthofbetrieb würde doch sofort Sturm laufen, weil er nun nichts mehr verkaufen kann.
Genau dieselbe Reaktion müßte doch nun jetzt von den Stromanbietern zu erwarten sein, weil sie nun weniger Strom verkaufen.
Entweder macht die Energiesparlampe krank und treibt uns so in die Fänge der Pharma-Mafia oder aber die Energiesparlampe spart in Wahrheit gar keinen Strom. Wie dem auch sei, ich habe mich schon mal mit Glühbirnen eingedeckt.

Stimmung unter deutschen Verbrauchern verbessert?
Lug und Trug wie zu DDR-Zeiten als der 5-Jahres-Plan immer übererfüllt war und der rote Stern auf jedem Betrieb leuchtete. Alles war immer in Butter und jeder war angeblich zufrieden. Heute wie damals nur Lug und Trug.
Man könnte zur Bombe werden und explodieren. Das “Zentralorgan der SED”, Verzeihung die “Bild” verkündet, daß GFK-Konsumklima-Index wieder gestiegen ist. Soll heißen, die Deutschen geben wieder mehr Geld aus und sind in Shopping-Laune.
So kann man Verteuerungen auch nennen. Natürlich geben die Deutschen mehr Geld aus wenn vieles teurer wird! Das kann doch jeder sehen!
Wenn z.B. eine Tube Zahnpasta bei einem großen Supermarkt mit dem Anfangsbuchstaben “A” noch vor 2 Wochen 39 Cent kostete und nun auf einmal 59 Cent ist doch logisch, daß die Kunden MEHR Geld ausgeben!
Wenn man Preise erhöht, bleibt einem ja nichts anders übrig, als MEHR Geld auszugeben. Diese Gesellschaft für Konsumforschung ist so notwendig wie eine Gesellschaft, die den Eiweißgehalt von Straßenbahnen untersuchen würde!
Wie lange noch läßt sich der deutsche Michel den noch verarschen? Hurra! Die Deutschen geben wieder mehr Geld aus! Ich kann es nicht mehr hören! Jeder, der Augen im Kopf hat und an der Kasse eines Supermarktes steht, sieht, daß nicht ein einziger MEHR im Korb kat. Mehr ausgeben ist schon richtig aber mehr HABEN ist was anderes! 1kg Möhren 49 Cent - jetzt 69 Cent. Habe ich jetzt deswegen MEHR GEKAUFT?
All diesen Forschungsinstituten sollte man sämtliche Einkaufsbelege eines ganzen Jahres zusenden damit sie darin ersticken! Wozu gibt es überhaupt solche Institute, die von Steuergeldern finanziert werden? Jeder, der einkaufen geht, sieht doch die Preisentwicklung. Da 5 Cent mehr, dort 10 Cent mehr… Also wozu diese Verarsche?
Wir brauchen keine Institute, welche die Massen mit ihrem Lug und Trug bei Laune halten! Was wir brauchen, ist eine neue RAF, die diesem scheiß Lügen-System den Rest gibt!
Der Hartz-IV-Supermarkt
Wenn sich der Steuerzahler fragt, wohin sein Geld unter anderem fließt und sich wieder einmal, aufgehetzt von Mainstream-Medien, über Hartz-IV-Betroffene aufregt, sollte sich dieses hier einmal zu Gemüte führen.
Im Hamburger Stadtteil Steilshoop steht eine Lagerhalle und in dieser hat man einen “Hartz-IV-Supermarkt” eingerichtet. Nicht etwa, damit sich dort Hartz-IV-Betroffene günstig mit Lebensmitteln versorgen können. Mitnichten. Der Käse ist aus Plastik, in den Zigarettenpackungen steckt Papier und auch die Eier sind Attrappen.
Dieser Supermarkt nennt sich zudem noch “Real-Life-Markt”. Man beachte auch die Schreibweise. Richtig müßte es heißen “Real-Life-Market”, aber “Denglisch” sind wir ja schon mittlerweile gewöhnt und das soll hier auch nicht der Schwerpunkt sein.
Im Flur dieses “Real-Life-Markts” hängen zwei graue Plastikregister, darin stecken Stechkarten, rechts steht “Kommen“, links “Feierabend“. Die Belegschaft arbeitet im Schichtdienst, von 8 bis 17 und von 11 bis 22 Uhr. Einmal im Monat wird auch am Samstag gearbeitet. “Wir wollen die Teilnehmer wieder an einen arbeitsorientierten Rhythmus gewöhnen“, erklärt Projektleiterin Ulrike Kügler. Die außergewöhnliche Maßnahme dauert sechs bis neun Monate, zugelassen ist jeder Hartz-IV-Empfänger, der lesen und schreiben kann.
Das Geld in den Kassen ist auch Attrappe (ist ok, kann ich verstehen). Unter den 80.000 Euro ist auch falsches Spielgeld, zur Schulung. Selbst Ladendiebstahl wird simuliert, die Kassierer sollen Wachsamkeit lernen (Ausbildung zum Blockwart?). Demnächst kommt sogar ein Ladendetektiv.
Diesen Irrsinn, im Beamtendeutsch “Bildungsmaßnahme” genannt, gibt es seit Oktober letzten Jahres als gemeinsame Aktion von TÜV Nord, dem Einzelhandelsverband und der ARGE Hamburg. “Wir können die Situation in der Praxis sehr genau abbilden“, sagt Frau Kügler. Im ersten Übungssupermarkt Deutschlands lernen derzeit 85 Hartz-IV-Empfänger den Warenfluss kennen, vom Lager über Verwaltung bis zum Verkauf. Das Projekt ist für zunächst zwei Jahre geplant, zehn Teilnehmer wurden bereits vermittelt.
Es braucht also niemand mehr zwei Jahre lang Verkäufer bzw. drei Jahre lang Einzelhandelskaufmann zu lernen, denn es reicht vollkommen aus, sechs Monate Kaufladen zu spielen und man wird sofort in Vollzeit eingestellt. Die frisch Ausgebildeten, die irgendwo nicht übernommen wurden, sind dann die nächsten, die Kaufladen spielen dürfen.
Und da es ja als Beamtin nicht ihr Steuergeld ist, welches da verprasst wird, plant Frau Kügler ständig Neues, bald gibt es rote Uniform-Westen und EC-Geräte an den Kassen. Sie trägt eine graue Hornbrille und ein buntes Halstuch. Sie ist ausgebildete Pädagogin, eine strenge Lehrerin (Wieder ein Fall von Lehrer, der sich in einer richtigen Schule nicht durchsetzen konnte). Und da Hartz-IV-Empfänger ja bekanntermaßen dumm sind und Führung brauchen beschäftigt diese Maßnahme neben der Projektleiterin noch weitere fünf Lehrer und sechs Sozialpädagogen und in der Verwaltung arbeiten weitere zwei Personen.
Über die Kosten, welche diese Maßnahme an Steuergeldern der arbeitenden Bevölkerung verschlingt, schweigt die Projektleiterin. Sie sagt nur: “Wir sind hier nicht der billige Jakob“.
Menschliche Arbeitskraft verkommt zur Ware
Das neue Konzept einer Hamburger Firma für Zeitarbeit offenbart, was schon viele wussten: Menschliche Arbeitskraft verkommt zur Ware. Ein dortiges Verleihunternehmen machte sich diese menschenverachtende neoliberale Ökonomisierung zu eigen und reduzierte die Menschen ausschließlich auf ihre Arbeitskraft als Ware.
In einem sogenannten Job-Supermarkt müssen sich Arbeitssuchende mit ihrem Fachwissen und ihren Tätigkeiten anbieten. Täglich ab 7 Uhr morgens können geneigte Kunden “fachkundiges Personal” sofort abholen, oder dieses kann zur Kundschaft eilen. Alles soll eilig gehen; auch der Begriff Supermarkt läßt uns assoziieren, daß hier Menschen bei Bedarf schnell “genommen”, aber nach dem Abnutzen auch ebenso schnell wieder “entsorgt” oder zurückgegeben werden können. In diesem Supermarkt darf auch immer wieder umgetauscht werden, bis die Ware Mensch endlich passt.
Arbeitnehmerrechte werden hier gänzlich ausgehöhlt, taugen nicht zur Profitmaximierung der Unternehmen. Die Agentur wird von SZA-Service für Zeitarbeit GmbH in Hamburg betrieben. Es kommt sicher nicht von ungefähr, wenn beim Nachdenken Begrifflichkeiten wie Sklavenmarkt in den Sinn kommen. Auf dem ersten Blick wirkt der “Job-Supermarkt” kreativ, flexibel und neuartig, doch wehret den Anfängen! Menschen sind keine Ware, die sich so einfach in einem “Supermarkt” erwerben lassen!
Kommentar Schnakenhascher: Zeitarbeitsfirmen, Leiharbeitsfirmen oder wie auch immer sich dieses Gesindel nennt, gehören rigoros abgeschafft. Seit der Einführung dieser Branche schossen und schießen diese Schmarotzer wie Pilze aus dem Boden und verdienen an der Not der Menschen. Und wenn sich das Sparpaket der Bundesregierung durchsetzt, dann wird dieses Zuhälter gleiche Pack Zulauf bekommen wie noch nie, da die ARGEN massivst Druck ausüben werden, sich bei diesen Sklavenhändlern zu bewerben. Es kann nicht sein, daß sich Menschen hinsetzen, andere Menschen vermieten, NICHTS aber auch GAR NICHTS von der jeweiligen Arbeit machen und dafür dann noch mit abkassieren. Die Unternehmen sparen Lohnkosten und Zuhälter gleiches Gesindel kassiert ab, während andere extra noch Zuschüsse beim Amt beantragen müssen, weil die Leihfirmen eben ihren großen Batzen wollen. Zeitarbeits- und Leihfirmen sind nichts anderes als Zuhälter auf anderer Ebene!
Ich empfehle jedem, sich nachfolgende Links anzusehen.
http://www.youtube.com/watch?v=9OPBJmU_3xI
http://www.youtube.com/watch?v=JoNB3RB50YI
http://www.youtube.com/watch?v=54MJIxxFjjs
http://www.youtube.com/watch?v=45lOxS5mh7Y
Schweden will den Gebrauch von Bargeld drastisch einschränken
Geld – genauer: Bargeld – ist die Wurzel allen Übels. Das scheint die Regierung Schwedens ihrer Bevölkerung einreden zu wollen. Das skandinavische Königreich will den Gebrauch von Bargeld drastisch einschränken.
Eine große Lobby setzt sich in einer breiten Kampagne sogar dafür ein, Bargeld komplett abzuschaffen. Die Begründung lautet: Münzen und Scheine verursachen Kriminalität. Passende Statistiken liegen schnell parat: Ein Viertel der schwedischen Angestellten ist angeblich schon Opfer von Raub und Gewalt geworden. Doch niemand soll Angst haben müssen, überfallen zu werden – darum will Schweden Bargeld abschaffen und vollständig auf den Gebrauch von giralem, also virtuellem Geld umschwenken. Praktisch, modern und sicher sei das – doch unter der Tarnkappe der Sorge um seine Bürger verbirgt der schwedische Staat ganz andere Absichten: Die Abschaffung des Bargelds kommt einer Bankrotterklärung der persönlichen Freiheit und Unabhängigkeit gleich.
Wie sich die schwedische Antibargeldlobby die Argumentation für eine rein virtuelle Währung zurechtbiegt, ist abenteuerlich. Die breite Allianz aus Unternehmensverbänden, Gewerkschaften und Behörden sieht im Bargeld die Wurzel der Kriminalität in Schweden. Eine geschickt lancierte Medienkampagne hat mittlerweile den Großteil der Schweden davon überzeugt, Bargeld als unnötig und der Kriminalität förderlich anzusehen und daher abschaffen zu wollen. Bargeld ist ein Quell von Gewalt und Delinquenz, so wird kolportiert. Um diese Botschaft zu transportieren, veröffentlicht die schwedische Bankgewerkschaft in regelmäßigen Abständen ein “Raubbarometer”, daß Angst und Sorge in der Bevölkerung wie gewünscht weiterhin steigern soll [...]
[...] Um dem organisierten Verbrechen Paroli zu bieten, gebe es keine Alternative zu einer umfassenden Einschränkung des Bargeldverkehrs, führte die Polizeipräsidentin von Stockholm, Carin Götblad erst kürzlich vor führenden Politikern des Landes aus. “Zwei von drei Bargeld-Kronen sind schwarz”, schlägt Maria Löök von der schwedischen Bankgewerkschaft, die als zentraler Kopf hinter der Kampagne zu sehen ist, in die gleiche Kerbe. “Wer Bares besitzt, hat etwas zu verbergen”, und so wird jeder Bargeldbesitzer von vornherein verdächtig.
Vollständiger Artikel HIER
Die Bandbreite: Was ist los in diesem Land?
Neuer Song der Bandbreite, den man der Polit-Mafia in Berlin täglich in die Ohren pusten sollte.
Wilhelm Hankel schreibt der Kanzlerin
“Liebe Mitstreiter,
der erste Brief an die Bundesregierung wurde versendet. Aufgrund Ihrer Unterstützung und derer vieler anderer Menschen (circa 6000!) war es möglich, ihm noch einen massiven Nachdruck zu verleihen und unser aller Ansinnen noch einmal zu unterstreichen.
Leider ist eine Reaktion der Kanzlerin ausgeblieben. Insofern habe ich mich entschlossen mich nicht dem Totschweigen von Regierung und Medien zu beugen und einen zweiten Brief zu verfassen.
Meine Kollegen, die Professoren Joachim Starbatty, Karl Albrecht Schachtschneider, Wilhelm Nölling und Dieter Spethmann haben ihre Unterschrift bereits zugesagt.
Wir hoffen nun sehr auf Ihre Unterstützung und Hilfe, weitere »Aufsteher« zu motivieren, die sich gegen diese Ungesetzlichkeit und den Betrug am Volk zu stellen. Unser Ziel ist es möglichst 60.000 Unterschriften in kürzester Zeit zu erreichen. Damit wird es immer schwieriger für den Gegner uns durch Missachtung zu strafen und gegen uns zu regieren!
Gründen Sie Diskussionskreise privat und im Internet.
Nochmals vielen Dank für Ihre schon geleistete und zukünftige Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Wilhelm Hankel”
Brief:
Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,
leider haben Sie auf meinen ersten Brief vom 27.03.2010 nicht reagiert. Daher muss ich nochmals auf die Angelegenheit zurückkommen, denn zwischenzeitlich hat sich das Problem, was auf uns Deutsche und Europäer zukommt, noch verschlimmert.
Sowohl das „Griechenland- Hilfe- Gesetz” vom 7. Mai 2010, wie auch das spätere „Rettungsschirm - Gesetz” vom 10. Mai 2010, stellen nicht nur schwere Verstöße gegen die EU - Gesetze -, sondern auch gegen unser eigenes deutsches Grundgesetz dar.
Sie kennen die Situation aufgrund der Ihnen wohl bekannten Klage der inzwischen 5 Professoren vor dem Bundesverfassungsgericht. Aber auch Ihre eigenen Mitarbeiter haben es Ihnen längst mitgeteilt.
Es geht in dieser Sache um schwerwiegende Rechtsbrüche. Sie sind noch gefährlicher als die ökonomischen Konsequenzen. Europa ist die Heimat des Rechtsstaates. Der Euro wird am “Rettungsfonds” nicht gesunden, sondern zu einer europäischen Schwachwährung verkommen.
Die dicht vor dem Staatsbankrott stehenden Länder insbesondere, der südlichen aber zum Teil auch aus der westlichen Eurozone, werden durch die Hilfskredite weder entschuldet, noch wird sich ihr bisheriges Verhalten ändern. Das Geld des Rettungsfonds fließt schließlich nicht den Ländern zu, sondern den konkursreifen Banken. Und die Regierungen dieser Länder werden die mit der Hilfe verbundenen Auflagen nicht erfüllen, weil sie das gar nicht können, ohne die politische und wirtschaftliche Stabilität ihrer Länder zu gefährden.
Es ist zutiefst unglaubwürdig, wenn Ihr Finanzminister Sparhaushalte verkündet und gleichzeitig 70 % der jährlichen Steuereinnahmen des Bundes für Rettungsmaßnahmen zur Verfügung stellt, deren Misserfolg bereits feststeht.
Deutschland wie auch die wenigen anderen wirtschaftlich noch starken Länder der Eurozone zahlen in ein Fass ohne Boden. Dieses Geld, das jetzt vom deutschen Steuerzahler aufgebracht werden muss, geht Deutschlands Bürgern und ihrer Zukunft verloren. Schon jetzt müssen Sie einräumen, dass unser Land weder seinen Verpflichtungen als Sozialstaat nachkommt, noch seine Versprechen für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen erfüllen kann. Ich bin mir sicher Sie werden noch erleben, dass diese Sparpolitik zu ähnlichen Verhältnissen in unserem Land führt, wie wir sie heute in Griechenland sehen: demonstrierende Menschen, brennende Autos, klirrende Fensterscheiben und vielleicht Schlimmeres. Wollen Sie das verantworten?
Ich appelliere daher an Sie, diese Gesetze, noch bevor das Bundesverfassungsgericht sie für unwirksam erklärt, zu widerrufen. Sie haben geschworen „Schaden vom deutschen Volk abzuwehren” - hiermit haben Sie die Gelegenheit. Der Schutzschirm aus Brüssel rettet die Währungsunion nicht.
Dies ist mein und unser öffentlicher Aufruf an das deutsche Volk und an Sie. Setzen Sie ihn um!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Wilhelm Hankel
Schaeffler-Gruppe sponsert den FC Bayern
Anfang letzten Jahres jammerte und heulte die Milliardärin Maria Elisabeth Schaeffler im Nerzmantel über ihre bevorstehende “Armut”. Rund 8000 Menschen gingen für den angeschlagenen Automobilzulieferer Schaeffler auf die Straße, um auf die miserable Finanzsituation des Konzerns aufmerksam zu machen.
Der Staat sollte helfen und das Unternehmen retten. Der Bund sollte der Milliardärin Maria-Elisabeth Schaeffler finanziell zur Seite springen. Denn, so die “Unternehmerin”: Die Veränderung der Weltwirtschaft sei “zum Teil politisch und zum Teil durch die Banken verschuldet”. - “Insofern steht der Staat in einer Verantwortung.”
So so, der Staat steht also in einer Verantwortung? Der Staat sind wir alle. Zum Staat gehört der alte Rentner von nebenan, der Arbeitslose, der täglich Flaschen sammelt, der Arbeiter, der täglich am Fließband am schuftet, die Kassierin im Supermarkt usw. All diese Menschen haben die Weltwirtschaft nicht verändert. Die wurde zu Ungunsten der Bevölkerung von milliardenschweren Subjekten wie Frau Schaeffler verändert.
Wie dem auch sei, die Angestellten bei Schaeffler verzichteten auf Lohn und Urlaub, um dem Konzern zu helfen und Arbeitsplätze zu erhalten. Nun scheint es dem Schaeffler-Konzern wieder besser zu gehen und anstelle sich bei den Arbeitern zu bedanken, wird das neu hereingespülte Geld erneut verjubelt und verprasst. Man erbettelt sich trotz eines milliardenschweren Eigenkapitals vom Staat Millionen und sponsort dann großzügig den reichsten Fußballclub Deutschlands - den FC Bayern München. Einerseits gibt die im Zuge der Conti-Übernahme gerade am Ruin vorbeigeschrammte Firma Schaeffler Millionen für den FC Bayern aus und andererseits ist das Unternehmen gegenüber den eigenen Mitarbeitern geizig wie eh und je. Seit Jahren fordern Betriebsrat und Gewerkschaft vergeblich, die Beschäftigten in guten Jahren finanziell am Erfolg zu beteiligen. Bisher zeigten die Eigentümerfamilie und die Geschäftsleitung diesbezüglich stets die kalte Schulter. Umgekehrt aber, wenn die Zeiten schlecht sind, fordert Schaeffler von der Belegschaft regelmäßig Beiträge ein - etwa in Form von unbezahlter Mehrarbeit und zuletzt in Form von Kurzarbeit.
Den Arbeitern, welche sich für das Bestehen der Firma aufopferten, zeigt man die kalte Schulter. So etwas nenne ich Feudalkapitalismus in seiner größten Form.
